Sabine Lösung, Mitglied des Europäischen Parlaments

Sabine Lösing
04.04.2012

Zeig Dein Bein!

Gemeinsame Pressemitteilung von Sabine Lösing, außen- und sicherheitspolitische Sprecherin der LINKEN im Europaparlament und Ida Schillen, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE.

Ida Schillen und Sabine Lösing

4. April - Internationaler Tag zur Aufklärung über Minengefahr und Solidarität mit Minenopfern

"Wir zeigen heute unser Bein! Mit dieser symbolischen Geste möchten wir unsere Solidarität mit den Minenopfern weltweit ausdrücken. Wir unterstützen die Forderungen der Internationalen Kampagne zum Verbot von Antipersonenminen, wie bspw. die weltweite Einhaltung der Verbotsabkommen zu Minen und Streubomben sowie die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel für die Unterstützung von Opfern, ihrer Familien und ihrer Gemeinschaften." so Ida Schillen und Sabine Lösing.

Lend your leg - Zeig dein Bein für Minenopfer ist eine internationale Aktion, bei der Menschen auf der ganzen Welt aufgerufen sind als symbolische Geste vom 1. März bis zum 4. April ihr Bein zu zeigen. Damit soll zum einen aufgeklärt und zum anderen Bewusstsein für die Problematik und die über 500.000 Opfer geschaffen werden.

"Wir rufen am heutigen Tag alle auf ein Zeichen gegen Minen zu setzen und sich solidarisch mit den Opfern zu erklären: Zeig Dein Bein!"

Nähere Informationen finden Sie unter:

Brüssel, 03.04.2012

Hintergrund:

Antipersonenminen und Streumunition

Antipersonenminen bzw. Landminen sind unter oder auf dem Boden platziert und explodieren durch Berührung oder Nähe von Personen. Streubomben sind dagegen sich in der Luft in einer bestimmten Höhe öffnende Bomben, die eine große Anzahl explosiver Submunitionen über ein weites Gebiet (einige Fußballfelder groß) verstreuen. Submunitionen, die nicht explodieren, verhalten sich wie Landminen und können später durch menschliche Berührung ausgelöst werden. Die schreckliche Wahrheit ist, dass die Opfer von Streubomben bzw. Streumunition nachweisbar zu 98 Prozent Zivilisten sind und von diesen sind 27 % Kinder!

Obwohl im Dezember 1997 nach einer intensiven 5-jährigen internationalen Kampagne zum Verbot von Antipersonenminen (u.a. von Organisationen wie Handicap International, Human Rights Watch, Medico International, Mines Advisory Group, Physicians for Human Rights, Vietnam Veterans of America Foundation) das Abkommen von Ottawa von122 Staaten unterzeichnet wurde, existieren weltweit noch 37 Statten in denen weiterhin Produktion, Lagerung, Export und Einsatz von Antipersonenminen erlaubt sind. Eine Konvention zum Verbot von Streumunition wurde am 30. Mai 2008 von 107 Staaten in Dublin angenommen und trat am 1. August 2010 in Kraft, damit ist es völkerrechtlich bindend. Bis heute haben 111 Länder den Vertrag unterzeichnet.

Die Forderungen der Internationalen Kampagne zum Verbot von Antipersonenminen (ICBL) sind:

Die universelle Einhaltung des Minenverbotsabkommens sowie der Konvention gegen Streumunitionen und die umfassende Umsetzung und Überwachung dieser Verträge. Die ausreichende Bereitstellung von finanziellen Mitteln für effizientere humanitäre Entminungs- und Risikoaufklärungsprogramme sowie langfristige, sinnvolle und nachhaltige Maßnahmenhinsichtlich der Unterstützung von Opfern, ihrer Familien und ihren Gemeinschaften.

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