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Lösing: Abschiebungen menschenverachtend

11.01.2010

Sabine Lösing, Europaabgeordnete der LINKEN aus Göttingen, hat die geplante Abschiebung zweier Göttinger Roma-Familien aus dem Kosovo aufs Schärfste kritisiert.

„Im Namen der Menschlichkeit fordere ich die Behörden und die Regierung dazu auf, sich für ein gesichertes Aufenthaltsrecht einzusetzen“, so die Abgeordnete. „Familien, deren Kinder hier Wurzeln geschlagen haben, nach über zehn Jahren in die Fremde zu zwingen, ist menschenverachtend.“ Dass es sich bei den von der Abschiebung Bedrohten dazu noch um Roma handelt, mache die Sache vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte noch skandalöser. Selbst der Europäische Kommissar für Menschenrechte des Europarats hat im Dezember der Bundesregierung dringend empfohlen, die erzwungene Rückführung von Flüchtlingen aus dem Kosovo auszusetzen. Er begründete dies mit katastrophalen Zuständen in den Auffanglagern und einem nach wie vor hohen Verfolgungsrisiko der Roma im Kosovo. (Genauer Wortlaut siehe auf: http://www.roma-kosovoinfo.com/index.php?option=com_content&task=view&id=238&Itemid=1 ) „Wir brauchen endlich ein gesellschaftliches Bewusstsein, das die Würde aller Menschen, unabhängig von zufälligen Umständen wie Geburtsort oder Ausweispapieren, anerkennt und schützt“, fordert Lösing.
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