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Bedarfsorientierte Milchproduktion zum Wohle der Bauern, Verbraucher und Tiere über die Grenzen Europas hinaus!

18.05.2011
Marianne König (MdL), Sabine Lösing (MdEP), Hartwig Schomburg und Christian Thiele (Milchbauern)

Gemeinsam haben sich Sabine Lösing und die niedersächsische Landtagsabgeordnete Marianne König am Dienstag in Göttingen mit Milchbauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehalter e.V. getroffen, um sich über deren Positionen zur Europäischen Milchviehwirtschaft zu informieren.

Dabei wurde deutlich, dass die Milchpolitik der Europäischen Union vor allem den Interessen der Lebensmittelkonzerne und Molkereien dient, die durch ihre hoch konzentrierte Marktmacht das Diktat über den Milchpreis halten und die Bauern damit in den Ruin treiben.

Die niedersächsischen Milchbauern Hartwig Schomburg und Christian Thiele klagen über die viel zu niedrigen Preise, die ihnen die Molkereien für die Milch bezahlen. Das Preisdumping führt dazu, dass Milchbetriebe in Europa nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können und die Landwirte nach Feierabend Subventionsanträge bei der EU stellen müssen. Den Bauern ist es wichtig, wieder direkt von ihrer Milch leben zu können, deshalb fordern sie die Durchsetzung eines kostendeckenden Milchpreises.

Um gegenüber den Molkereien mehr Verhandlungsmacht zu erlangen wollen sich die Bauern vor der Lieferung an die Molkerei als Erzeuger zusammenschließen und gemeinsam über Preise verhandeln. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene erlaubte maximale Bündelungsmenge von 30 Prozent der Bauern lehnen diese jedoch als entschieden zu gering ab.

Darüber hinaus fordern die Bauern eine flexible Produktionsmengensteuerung über eine zentrale Monitoringstelle ähnlich wie in Kanada. Diese soll den Milchbedarf in der EU evaluieren und beurteilen und den Bauern in den verschiedenen Ländern jährlich entsprechend angepasste Produktionsmengen vorgeben. So könnte die seit Jahren anfallende Überproduktion verhindert werden, die von den Molkereikonzernen zum Preisdumping des Milchpreises eingesetzt wird. Ebenfalls könnte so verhindert werden, dass der europäische Milchüberschuss wie bisher auf dem Weltmarkt verscherbelt wird und die Existenz von Landwirten in Entwicklungs- und Schwellenländern zerstört.

Wir stellen uns hinter die Landwirte, und fordern eine bedarfsorientierte, solidarisch organisierte Milchproduktion zum Wohle von Bauern, Verbrauchern und Tieren über die Grenzen Europas hinaus!

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