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Meine Bewerbung als Landesvorsitzende der LINKEN in Niedersachsen

auf der 1. Tagung des 4. Landesparteitages am 9. Februar 2013 - 10. Februar 2013 in Hameln

04.02.2013

Liebe Genossinnen und Genossen,

die verpassten Einzüge in westliche Landesparlamente stellen unseren Landesverband, aber auch die weitere Entwicklung unserer Partei als gesamtdeutsche Linke vor große Herausforderungen.

Innere Umstrukturierungen in Niedersachsen und in den Kreisen bedürfen solidarischer und effektiver Lösungen.

Die Entwicklung der Gesamtpartei muss in Übereinstimmung mit gesellschaftlichen Notwendigkeiten, einer klugen politischen Strategie und einer konsequenten linken Programmatik erarbeitet und umgesetzt werden.

Eine Linke ohne ein eigenes politisches Profil ist überflüssig und eine Anbiederung an Sozialabbau- und Kriegsparteien absurd. Das gilt jedoch auch für eine Partei, die sich in Verbalradikalismus erschöpft oder als Regionalpartei versteht.

Auch wenn zu wenige Wählerinnen und Wähler unserer Partei bei den letzten Landtagswahlen ihre Stimme gegeben haben, steigt die Notwendigkeit einer sozialistischen Alternative mit der steigenden Anzahl und zunehmenden Brutalität der Angriffe auf die Lebensbedingungen der Menschen, auf soziale Sicherung und Teilhabe sowie auf Frieden und Umwelt.

Von der Privatisierung elementarster Lebensgrundlagen wie dem Zugang zu Wasser bis hin zur direkten existenziellen Bedrohung des Lebens durch Umweltkatastrophen und Kriege wird das kapitalistische System immer gefährlicher.

Änderungen können wir nur in einer gemeinsamen Anstrengung erreichen. Gemeinsam mit anderen gesellschaftlich Kräften, aber auch nur gemeinsam in unserer Partei - mit Klugheit und Leidenschaft, mit Solidarität und mit Visionen.

Wenn uns keine Kooperation zwischen allen Mitgliedern, Ebenen und Strömungen gelingt, dann können wir auch gleich in feinen, aber kleinen Grüppchen vor uns hin träumen.

Ändern wird sich so bestimmt nichts!

Ich sehe mich in der Pflicht, in dieser Situation dem Landesverband Niedersachsen meine ganze Unterstützung anzubieten und für das Amt der Landesvorsitzenden zu kandidieren. Das würde ich nicht, wenn ich es mir nicht gründlich überlegt hätte.

Meine rund 30-jährige Berufstätigkeit im Sozial- und Gesundheitswesen brachte mich stets ganz dicht an die Nöte der Menschen. Mein Engagement in Kindergarten, Schule, Sportverein, in der Gewerkschaft, in sozialer und politischer Gremienarbeit u.v.m. ist jahrzehntelanger Bestandteil meines Lebens. Die Attac-Regionalgruppe in Göttingen baute ich maßgeblich mit auf, ebenso wie die ersten Strukturen der WASG und dann der Partei DIE LINKE in Göttingen, in Niedersachsen und im Bundesvorstand. Seit nun gut dreieinhalb Jahren arbeite ich als Abgeordnete des Europaparlaments im Bereich Außenpolitik und hier besonders zu Sicherheit und Verteidigung, aber selbstverständlich auch auf allen anderen Politikfeldern.

In anderen Landesverbänden heißen die Landesvorsitzenden Landessprecher_innen. Das verdeutlicht, dass eine der Aufgaben der Landesvorsitzenden die Vertretung der Landespartei nach außen und in den überregionalen Parteistrukturen ist. Auch für diese Aufgaben biete ich meine langjährigen Erfahrungen an. Und nicht zuletzt habe ich von Herzen Lust, diese Arbeit gemeinsam mit Euch aufzunehmen.

Mit solidarischen Grüßen

Sabine Lösing

Meine Kandidatur wird vom Kreisverband Göttingen unterstützt.

EU-Fördermittelplattform
Freiheit durch Sozialismus
Antikapitalistische Linke