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WONDERLAND: Kunst als klare Botschaft für einen gerechten Frieden in Nahost

10.07.2013

Am 9. Juli 2013 wurde mit 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Wanderausstellung WONDERLAND israelischer und palästinensischer Künstlerinnen und Künstler im Europaparlament in Brüssel eröffnet. Zuvor war die Ausstellung bereits in der israelischen Hafenstadt Haifa, im Deutschen Bundestag und bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin ausgestellt worden. Gastgeberin war die linke EU-Außenpolitikerin Sabine Lösing, die die Ausstellung mit Unterstützung der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL) und der Rosa Luxemburg Stiftung Brüssel ins Europaparlament geholt hatte.

In ihrer Begrüßungsrede hob Sabine Lösing hervor, dass Kunst nicht nur an den Verstand, sondern auch an das Gefühl appelliere. Damit könne die Kunst eine wichtige Rolle beim Zueinanderführen der israelischen und palästinensischen Gesellschaft spielen. Diese Vernissage biete Künstlern eine Möglichkeit, Kunst gegen Krieg, für Frieden und soziale Gerechtigkeit zu zeigen.

Die Vorsitzende der GUE/NGL im Europaparlament Gabriele Zimmer betonte das friedenspolitische Engagement der Linken im Europaparlament. Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke, auf dessen Initiative die Ausstellung zurückgeht, berichtete, dass die progressiven Kräfte in Israel und Palästina eine Zweistaatenlösung wünschten, die wenigsten jedoch noch an sie glaubten. Er appellierte an beide Seiten dem festgefahrenen Friedensprozess neues Leben einzuhauchen.

Die Kuratorin der Ausstellung, die israelische Galeristin Shirley Meshulam, hob hervor, dass Kunst nicht nur die Kraft habe Menschen zusammenzubringen, sondern auch Mauern aufzubrechen. Der langjährige Friedensaktivist und Produzent der Ausstellung Yossi Ben Bassat forderte den Willen zum Frieden diesseits und jenseits der Mauern, die es einzureißen gelte.

Im Anschluss an die Reden konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild der mehr als 40 Kunstwerke der 35 beteiligten israelischen und palästinensischen Künstlerinnen und Künstler machen und das Gespräch mit den Anwesenden Organisatorinnen und Organisatoren und Politikerinnen und Politikern suchen.

Eine Vertreterin der palästinensischen Gemeinde lobten bei dieser Gelegenheit die Ausstellung und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass solche Initiativen dazu beitragen mögen, einen gerechten Frieden in Nahost zu erreichen. Der ungewöhnlich hohe Besucherandrang für eine Ausstellung im Europaparlament macht jedenfalls Grund zur Hoffnung. Er zeigt das Interesse an gemeinsamen israelisch-palästinensischen Initiativen und könnte den Menschen dort Ansporn sein, als Gemeinschaft miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten.

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