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Todesstrafe gehört endlich abgeschafft. Basta!

08.10.2015

Sabine Lösing, Koordinatorin der linken Fraktion im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments, erklärt zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober 2015:

„Um der Abschaffung der Todesstrafe Nachdruck zu verleihen hat auch die GUE/NGL anlässlich des Internationalen Tages eine Resolution zur Todesstrafe eingereicht, die ich mitunterzeichnet habe. In dieser fordern wir die weltweit vollständige Abschaffung der Todesstrafe.

Die Todesstrafe ist eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, die höchste Form der Folter und nicht rückgängig zu machen. So stellte sich nach der Hinrichtung in vielen Fällen heraus, dass die Hingerichteten unschuldig verurteilt wurden. In einigen Ländern werden weder die Gefangenen noch deren Verwandte oder Anwälte über ihre bevorstehende Hinrichtung informiert. Die Bedingungen in den Todeszellen verursachen extreme psychische Leiden, die Hinrichtungen sind Akte physischer und psychischer Gewalt.“

Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentierte 2014 in 22 Staaten Hinrichtungen. Insgesamt stieg die Anzahl der bekannt gewordenen Todesurteile gegenüber dem Jahr 2013 um 500 - auf insgesamt 2.466.

Sabine Lösing äußert sich auch zum Journalisten Mumia Abu-Jamal:

„Seit über 33 Jahren ist Mumia inhaftiert, davon fast 29 Jahre lang im Todestrakt. Nach einem unfairen und rassistisch motivierten Prozess lautet sein Urteil nun lebenslänglich bis zum Tod. Seit Anfang des Jahres ist er schwer an Hepatitis C erkrankt. Der Staat Pennsylvania verweigert ihm jegliche medizinische Behandlung und nimmt damit Mumias Tod in Kauf, sowie großes Leid durch begleitende Krankheiten. Ich fordere die sofortige gesundheitliche Behandlung Mumias sowie seine sofortige Freilassung.“

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