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Unbezahlte Praktika bei der Kommission

08.01.2018

Mit der Entscheidung bezüglich unbezahlter Praktikanten bei den Delegationen des EAD hat die Europäische Bürgerbeauftragte einen eindeutigen Präzedenzfall im Hinblick auf qualitativ hochwertige Praktika bei den EU‐Organen geschaffen. In der Antwort auf die Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-004895/2017 wurde zwar darauf hingewiesen, dass die Zahl unbezahlter Praktikanten bei der Kommission zunimmt, aber die jährlichen Gesamtzahlen, anhand deren sich das Ausmaß des Problems besser einschätzen ließe, wurden nicht genannt. Die hohe Zahl unbezahlter Praktikanten in bestimmten Generaldirektionen deutet auf den möglichen Einsatz junger Menschen als billige Arbeitskräfte hin. Entgegen der Behauptungen der Kommission werden unbezahlte Praktikanten darüber hinaus gezielt von bestimmten Generaldirektionen angeworben.

Im Anschluss an die Anfrage zur schriftlichen Beantwortung E-004895/2017 wird die Kommission um die Beantwortung der folgenden Fragen ersucht:

Wie viele unbezahlte Praktikanten wurden insgesamt von den einzelnen Generaldirektionen der Kommission in den Jahren 2014, 2015 und 2016 jeweils beschäftigt?

Teilt die Kommission die Ansicht, dass das derzeitige System unbezahlter Praktika, deren Zahl in bestimmten Generaldirektionen ausgesprochen hoch ist, eine unzulängliche Praxis darstellt, die geändert werden muss? Unternimmt die Kommission Schritte in diese Richtung?

Wie gedenkt die Kommission angesichts dessen, dass bestimmte Generaldirektionen gezielt unbezahlte Praktikanten anwerben, ein transparentes und gerechtes Einstellungsverfahren für all ihre Praktikanten sicherzustellen?

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