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Zur Verteidigung eines politischen Dialogs in Venezuela, der garantiert, dass Lateinamerika und die Karibik eine Friedenszone bleiben

04.02.2019

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Übersetzung des Briefes von Abgeordneten des Europaparlaments: 

 

Brüssel, 04. Februar 2019

An den Präsidenten des Europäischen Rates und die Ständigen Vertretungen der EU-Mitgliedstaaten

In Kopie: Präsident der Europäischen Kommission, der Präsident des Europäischen Parlaments

 

Wir, die unterzeichneten MdEPs, sprechen Sie an, um jede Unterstützung für den laufenden Putschversuch in Venezuela zu verurteilen, dargestellt in der Selbstverkündigung von Juan Guaidó als „Interimspräsident“ des Landes. Diese Selbsterklärung ist in keiner Weise durch die Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela gedeckt und wurde zumindest von der Organisation Amerikanischer Staaten, dem Sicherheitsrat, dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und der CARICOM abgelehnt.

Die Anerkennung einer solchen Selbstverkündigung stellt eine erhebliche Bedrohung für das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen dar, und zwar in Bezug auf den Grundsatz der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates.

Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten dürfen die Integrität des Völkerrechts und des Multilateralismus nicht untergraben. Eine solche Position würde nur zur weiteren Destabilisierung und Eskalation der Gewalt in einem souveränen und unabhängigen Land, der Bolivarischen Republik Venezuela, beitragen und damit das Risiko einer ausländischen militärischen Intervention auf Kosten des Leidens und des Lebens der Menschen in Venezuela mit verschärfen. Das hätte unvorhersehbare Folgen sowohl innerhalb Venezuelas, als auch in der Region Südamerika und Karibik. Die EU-Organe und die Mitgliedstaaten müssen sich zu einem Standpunkt verpflichten, der die Grundprinzipien des Völkerrechts respektiert und die Notwendigkeit einer friedlichen politischen Lösung bekräftigt, die durch einen friedlichen politischen Dialog ohne Einmischung von außen aufgebaut wird.

Daher fordern wir die EU-Mitgliedstaaten und den Rat nachdrücklich auf, die gemeinsame Einladung von Mexiko und Uruguay zu begrüßen und zu unterstützen, die auf die Aufforderung des UN-Generalsekretärs zum Dialog aufgreift und für den 7. Februar zu einer internationalen Konferenz in Montevideo einlädt mit dem Ziel, die notwendigen Bedingungen für einen inklusiven politischen Dialog zu schaffen, der die Spannungen in Venezuela lösen und nach Lösungen für einen politischen Ausweg aus der gegenwärtigen, gefährlichen Situation suchen könnte.

 

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Letter in defence of a political dialogue in Venezuela, guaranteeing that Latin America and the Caribe remains a Zone of Peace.

 

Brussels, 04 February 2019

To the:
President of the European Council
Presidency of the Council of the EU
Permanent Representations of the EU Member States

In copy:
President of the European Commission
President of the European Parliament

 

We, the undersigned MEPs, are addressing you in order to condemn any expression of support provided to the ongoing coup attempt in Venezuela, as portrayed by the self-proclamation of Juan Guaidó as ‘Interim President’ of the country. This self-proclamation finds no background in the Constitution of the Bolivarian Republic of Venezuela and was rejected at least by the Organisation of American States, the UN Security and Humans Rights Council, and the CARICOM.

The recognition of such self-proclamation, constitutes a severe threat to international law and the UN Charter, namely in what concerns to the principle of non-interference in the internal affairs of a Sovereign State.

The EU institutions and Member States must not undermine the integrity of international law and of multilateralism. Such position would only contribute to the further destabilisation and escalation of violence in a sovereign and independent country, the Bolivarian Republic of Venezuela, thus deepening the risk of a foreign military intervention at the cost of the suffering and lives of the people of Venezuela, with unpredictable consequences both internally and in the South America and Caribbean region.

The EU institutions and Member States must commit to a position that, in respect of basic principles of International Law, affirm the need for a peaceful political solution built through political a peaceful dialogue, free from external interferences.

As such, we urge the EU Member States and the Council to embrace and support the joint invitation by Mexico and Uruguay, which reacting to the call of the UN Secretary General for dialogue, are calling for an International
Conference on the 7th of February in Montevideo, aiming to establish the needed conditions for an inclusive political dialogue that could ease the tensions in Venezuela and seek solutions for a political exit of the current and dangerous situation.

 

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