evangelisch.de: Afrika & Europa – Beziehungsstatus: es ist kompliziert

24.06.2019

Die Internetseite "evangelisch.de" berichtet von der Podiumsdiskussion "Afrika & Europa – Beziehungsstatus: es ist kompliziert" auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag am 21.06.2019 (www.evangelisch.de/blogs/kirchentag-2019/156944/21-06-2019[1]):

"Die Podienteilnehmenden Sabine Lösing (Die Linke), MdEP aus Göttingen, Ellen Johnson Sirleaf, Friedensnobelpreisträgerin und ehemalige Präsidentin Liberias, Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, Thomas Schäfer, Vorstandsvorsitzender von VW Südafrika und Sub-Sahara-Afrika sowie Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz trugen im Anschluss ihre Thesen zum Verhältnis Europa-Afrika vor. [...]

Lösing setzte sich für eine humane Migrationspolitik ein und stellte sich vehement gegen militärische Einsätze, wie etwa in Mali: "Das hat nichts mit wertebasierter Politik zu tun und hilft nicht, wirtschaftliche Probleme lösen." [...]

Faire Handelsabkommen könnten auch ein Lösungsansatz für eine stabilere Wirtschaft sein, warf Lösing ein. Die derzeitigen krankten daran, dass afrikanische Länder zwar Rohstoffe und Lebensmittel nach Europa verkaufen dürfen, aber nur, wenn sie nicht weiterverarbeitet sind. Als Beispiel nannte sie die Ananas. "Die darf importiert werden. Aber nicht der Ananas-Saft. Der wird in Europa gemacht und wieder nach Afrika gebracht. Die Wertschöpfung geschieht vollständig in Europa, nicht in Afrika. Wertschöpfung muss in Afrika von statten gehen! Das wäre eine Veränderung der Geschichte der Ausbeutung.""

Links:

  1. https://www.evangelisch.de/blogs/kirchentag-2019/156944/21-06-2019

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