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Kommentar von Sabine Lösing, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Europäischen Parlaments zum Antritt des neuen NATO-Oberkommandeurs in Afghanistan:

NATO-General David Patraeus setzt auf weitere Eskalation in Afghanistan

05.07.2010

„Mit David Patraeus als neuen NATO-General wird der Krieg in Afghanistan noch mehr getötete Zivilisten und Soldaten hervorbringen. Nachdem der Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal nach seiner Kritik an der US-Regierung durch David Patraeus ersetzt wurde, hat sich dieser in seiner gestern gehaltenen Rede vor hunderten NATO-Soldaten, afghanischen Militärs und Politikern als Scharfmacher profiliert. Er will nicht nur die so genannte Counterinsurgency-Strategie fortführen, er will sie radikalisieren. Diese Strategie führt in Afghanistan zu weiterer Gewalt und mehr Armut. Es ist bestürzend, dass westliche Staaten mit arrogantem Gestus immer mehr Opfer in Kauf nehmen.

Der Kommandeur der Internationalen Truppen in Afghanistan setzt nach fast zehn Jahren Krieg in Afghanistan weiter auf Sieg anstatt auf Deeskalation und zivile sowie humanitäre Hilfe. Er will die verfehlte und kriegerische Afghanistanpolitik der NATO fortführen und als Oberbefehlshaber von rund 150 000 ISAF- Soldaten „den Afghanen und dem Rest Welt“ demonstrieren, wer der Stärkere ist. Den Menschen in Afghanistan wird kein Sieg der internationalen Truppen helfen. Sie benötigen endlich Frieden in ihrem Land und die Möglichkeiten, es aufzubauen. Der wichtigste Schritt dahin wäre der sofortige Abzug der NATO-Truppen." Strasbourg, 5. Juli 2010

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